10 Argumente für Eilige

 

 

Nachteil für Pendler. Wer pendelt, will vor allem eines: möglichst rasch von A nach B gelangen. Mit Tram Region Bern wird die Reise länger dauern, Trams verkehren in Zukunft zu den Stosszeiten nur noch halb so häufig wie heute die Busse.

 

Nadelöhr Hirschengraben. Schon heute ist die Situation am Hirschengraben unerträglich. Die Trams stauen sich, die Passagiere verlieren mehrere Minuten beim Warten im stehenden Tram. Ein Tram Nr. 10 würde die Situation nochmals massiv verschärfen.

 

Umweltaspekt. Die heutigen Busse auf der Linie 10 fahren mit Biogas, sind also CO2 neutral unterwegs. Das Tram hingegen fährt mit Strom, unter anderem aus den Pumpspeicherkraftwerken Oberhasli, und somit mit «veredeltem» Atomstrom.

 

Kosten. 495 Millionen soll das Projekt angeblich kosten. Die Vergangenheit zeigt, dass das Ganze in der Endabrechnung wohl gegen das Doppelte kosten wird. Jüngstes Beispiel: Das 2011 gebaute Tramdepot an der Bolligenstrasse. Es kostete am Schluss 97 Millionen statt 55 Millionen Franken.

 

Stadt Bern hat nichts davon. Wer sind die Beschissenen? Einmal mehr die Stadtberner! In Ostermundigen und Köniz füllt sich das Tram, für Stadtberner wird es wieder nur Stehplätze geben. Quietschende Trams, zerstörte Baumalleen, Stau in den Strassen – und dafür auch noch bezahlen?

 

Geld wächst nicht auf den Bäumen. Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern wird eingeredet, das Tram sei fast gratis zu haben, da Bund und Kanton den Löwenanteil zahlen. Doch der Kanton sind auch wir. Als Stadtberner zahlen wir doppelt!

 

Kein Umsteigeeffekt! Gegenüber dem heutigen Bus wird die Fahrzeit mit dem Tram von Schliern nach Ostermundigen 4 Minuten länger dauern. Zudem verkehrt zu den Stosszeiten nur noch halb so häufig ein Tram wie ein Bus. Sitzplätze wird es sogar noch weniger haben. Warum sollte da jemand vom Auto auf das Tram umsteigen?

 

Schosshaldenfriedhof. Die Tramhaltestelle wird neu ganz am Ende des Friedhofs liegen, weitab vom heutigen Eingang, weitab von Aufbahrungshalle, Kapelle und Blumenladen. Ältere Leute, die das Grab verstorbener Angehöriger besuchen, werden mühsame Umwege in Kauf nehmen müssen.

 

Aufhebung Haltestelle Spitalacker. Im Zuge von Tram Region Bern wird der Viktoriaplatz für Millionen umgestaltet. Dabei wird die dortige Haltestelle leicht verschoben und die heutige Haltestelle Spitalacker ganz aufgehoben. Die Leute im Altersheim Spitalacker gucken in die Röhre.

 

Abbau von Arbeitsplätzen. Die Chauffeure von Bern Mobil machen heute einen Super Job! Sie behalten im Verkehrschaos den Überblick, sind freundlich und hilfsbereit. Ausgerechnet sie sind die Leidtragenden, denn durch die Halbierung der Fahrplanfrequenz sollen pro Jahr 2.9 Millionen Franken eingespart werden. Wie viele Chauffeure werden wohl ihren Job verlieren?

 

 

Fazit: Selten gab es ein Bauvorhaben, bei dem die Politiker sich so meilenweit vom Volk weg befunden haben wie bei TramRegionBern. Die Lobby der Bauwirtschaft hat offensichtlich ihren Job gemacht. Bleibt zu hoffen, dass auch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vom Bern, Köniz und Ostermundigen ihren Job machen und am 28. September das unsinnige Projekt bachab schicken.

 

Mehr unter www.tram-wahnsinn.ch